Saab 91D Safir
 Navigation: Saab 91D Safir - Das Flugzeug - Die Geschichte
 

 
 

Hier wird die Vergangenheit der Saab 91D Safir aufgerollt.


 

GESCHICHTE UND BESCHREIBUNG

Die Saab S-91 Safir wurde im Jahre 1944 für die militärische Pilotengrund- sowie Fortgeschrittenenausbildung, wie z.B. Kunstflug, Instrumentenflug und sogar Schiessübung entwickelt. Zusätzliche Aufgaben waren Lufttaxidienst, Luftaufnahmen und Flugambulanzeinsatz. 

Die Safir hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der Bücker Bü 181 Bestmann. Das hat seine Gründe: die Bücker Bestmann ist ein direkter Vorfahre der Safir. Mr. Anders Johan Andersson, der bei Saab der verantwortliche Konstrukteur der Safir war, hatte auch die Bücker Trainingsflugzeuge konstruiert: die Jungmann, Jungmeister und die Bestmann.

Der Rumpf wurde in Ganzmetall-Halbschalenbauweise konstruiert und bietet Platz für 3 (Version A, B und B2) oder 4 Personen (Version C und D). Der Einstieg erfolgt durch drei aufklappbare Hauben.

Die einholmigen in Ganzmetallbauweise hergestellten Tragflächen sind hinter dem Holm stoffbespannt und sind mit Spreizklappen und stoffbespannten Querrudern ausgerüstet. Die Tragflächen können vom Rumpf getrennt werden indem man 2 Bolzen an der Flügelwurzel entfernt.

Die Höhen- und Seitenflosse ist in Ganzmetallbauweise hergestellt; das Höhen- sowie das Seitenruder sind stoffbespannt.

Das Fahrwerk ist mechanisch einziehbar. Das Bugrad fährt nicht ganz in den Rumpf ein, um bei Notlandungen Beschädigungen zu verhindern und ist nicht direkt ansteuerbar. Für die Steuerung am Boden muss differenziales Bremsen benutzt werden.

Der Prototyp-Erstflug wurde von Testpilot Olle Hagermark am 20. November 1945 mit einem 120 PS (90 kW)  DeHavilland Gipsy Major 2c Vierzylinder-Reihenmotor durchgeführt.

VERSIONEN

S-91 A : mit 3 Sitzen und 148 PS (105 kW) DeHavilland Gipsy Major 10 Vierzylinder-Reihenmotor; MTOW 1075 kg; der 135-Liter Treibstofftank war linkerhand des hinteren Passagiersitzes eingebaut; die Bezeichnung der Schwedischen Luftwaffe war Tp 91.

S-91 B : wie Version A, aber mit einem 190 PS (140 kW) Avco Lycoming (heute Textron Lycoming) O-435A Sechszylinder-Boxermotor; MTOW 1165 kg; die Rumpflänge wurde von 7,8 m auf 7,9 m verlängert und das Fassungsvermögen des Treibstofftanks auf 175 Liter erhöht; Erstflug im Januar 1949; bei Schwedens Luftwaffe als SK 50 B bezeichnet.

S-91 B2 : eine Mischung aus den Versionen B und C: Rumpf der S-91 B und Tragfläche mit Treibstofftanks der S-91 C; der Grund dafür: die Produktion der C-Version-Tragfläche hatte bereits begonnen und B-Version-Rümpfe waren noch an Lager; MTOW 1215 kg.

S-91 C : Weiterentwicklung der Version B, aber mit 4 Sitze; MTOW 1215 kg; der Treibstofftank wurde in die Flügel verlegt, was Platz für einen vierten Passagiersitz brachte; maximale Treibstoffmenge wurde auf 160 Liter reduziert; Erstflug fand im September 1953 statt; bei Schwedens Luftwaffe als SK 50 C bezeichnet.

S-91 D : Weiterentwicklung der Version C, mit einem 180 PS (130 kW) Avco Lycoming O-360-A1A Vierzylinder-Boxermotor und verbesserten Radbremsen; MTOW 1205 kg.

PRODUKTION

S-91               1        (Prototyp)

S-91 A          48

S-91 B        112

S-91 B2        25

S-91 C          38

S-91 D          99

 

Total            323

 

Die Saab Safir wurde an folgende Länder ausgeliefert: Äthiopien, Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Indonesien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Schweden, Schweiz, Tunesien

 
 
Hier noch zwei ältere Fotos aus der HB-DBL-Vergangenheit.
 
 
Bevor die Saab an Privat verkauft wurde, war sie beim Eidgenössischen Luftamt (das heutige BAZL)
für die Fluglehrer-Selektion im Einsatz.
 
 
 
Die HB-DBL mit neuer Bemahlung in Privatbesitz.
 
 
 
 

© hbdbl.ch